Beschwerdefrei durch die Wechseljahre

Der Begriff „Wechseljahre“, in Fachkreisen auch „Klimakterium“ genannt, beschreibt keine Krankheit, sondern einen Teil des natürlichen Alterungsprozesses einer jeden Frau. Es handelt sich dabei um eine hormonelle Umstellungsphase, die sich ab einem Alter von 45 Jahren mit dem Ausbleiben der Monatsblutung bemerkbar machen kann und mit etwa 60 Jahren endet. Obwohl Wechseljahre keine „Krankheit“ sind, treten doch häufig unangenehme Symptome auf, die oftmals sogar behandelt werden müssen. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Erkenntnisse der modernen Mikronährstofftherapie näher erläutern. Mit ihr lassen sich die Beschwerden während der Wechseljahre weitgehend eindämmen.

Körperliche Folgen der Hormonumstellung

In Deutschland sind ungefähr acht Millionen Frauen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Sie befinden sich unmittelbar vor, inmitten oder kurz nach der Menopause. Die gravierenden Veränderungen im Hormonhaushalt wirken individuell unterschiedlich. Zwei Drittel der Frauen leiden jedoch an starken körperlichen und emotionalen Begleiterscheinungen.

In Deutschland sind ungefähr acht Millionen Frauen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren von Wechseljahres-Symptomen betroffen. Sie befinden sich unmittelbar vor, inmitten oder kurz nach der Menopause. Die gravierenden Veränderungen im Hormonhaushalt wirken individuell unterschiedlich. Zwei Drittel der Frauen leiden jedoch an starken körperlichen und emotionalen Begleiterscheinungen.

Die Ursachen der Wechseljahre einer Frau sind hormonell begründet. Im Laufe des Alters verändern sich die Hormonspiegel. Die Eierstöcke produzieren weniger Sexualhormone, allen voran weniger Östrogene. Aber auch das Hormon Progesteron gehen zurück. Durch den unterschiedlich starken Rückgang der verschiedenen Hormone kann die Symptomatik sehr verschieden sein. Jede Frau reagiert anders auf diese Veränderungen. Schlafstörungen, Zwischenblutungen und häufige Gereiztheit können die ersten Anzeichen der Menopause sein. Oft werden sie jedoch als Überlastung in Beruf oder Privatleben fehlgedeutet. Im Verlauf der Wechseljahre treten vermehrt Beschwerden auf, die man als klimakterisches Syndrom zusammenfasst.

Folgende Symptome sind typisch in den Wechseljahren:

  • Blasenschwäche
  • Depressionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Herzrasen
  • Hitzewallungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Lustlosigkeit (Verlust der Libido)
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Stimmungsschwankungen
  • verminderte Leistungsfähigkeit

Wenn der weibliche Hormonspiegel abnimmt, steigt auch das Risiko für Osteoporose, da der Stoffwechsel im Knochen von den Hormonen gesteuert wird. Hier ist eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen besonders wichtig. Zudem steigt durch den Hormonmangel auch das Risiko für andere schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt, Zuckerkrankheit und Demenz.

Mögliche psychische Auswirkungen

Doch nicht nur körperliche Symptome sind typisch, oftmals prägen auch seelische Veränderungen die zweite Lebenshälfte einer Frau. Einerseits sprühen sie vor Optimismus, Lebensfreude und Selbstbewusstsein, in der nächsten Sekunde brechen sie in Tränen aus, sind selbstzweifelnd und gereizt. Im schlimmsten Fall entwickeln Frauen eine Depression oder brechen vor Erschöpfung zusammen.

Verantwortlich für die instabile Psyche sind auch hier die Hormone. Östrogene beeinflussen nicht nur den Körper, sondern auch die Gefühlswelt. Dasselbe passiert übrigens auch jungen Frauen, die zum ersten Mal die Pille nehmen und deren Körper noch nicht auf die Hormonzufuhr eingestellt ist. Die weiblichen Geschlechtshormone wirken stimmungsaufhellend und aktivieren das zentrale Nervensystem. Frauen, die stets selbstbewusst durchs Leben gegangen sind, können durch den Mangel an weiblichen Hormonen plötzlich eine Panikattacke erleiden und auf einmal still und zurückgezogen wirken.

Zusätzlich zur hormonellen Umstellungen kommen nun auch Veränderungen der äußeren Lebensumstände hinzu. Der Auszug der Kinder, die Angst um den Job, Selbstzweifel in Bezug auf die Attraktivität und daraus resultierende Probleme in der Partnerschaft. Diese Umbrüche geschehen oft während der Wechseljahre und sind äußerst belastend.

Beschwerden lindern durch Mikronährstofftherapie

Auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit, die Wechseljahres-Symptome weitgehend einzuschränken, stößt man immer wieder auf die Hormontherapie. Bei dieser Methode soll der Hormonhaushalt ins Gleichgewicht gebracht werden. Nutzen und Schaden dieser Therapie werden jedoch heftig diskutiert. Viele Frauen greifen deshalb zunächst lieber auf eine natürliche und hormonfreie Alternative zurück, um die Beschwerden zu behandeln.

Bei der sogenannten Mikronährstofftherapie handelt es sich um eine solche Alternative. Unter Mikronährstoffen versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe aus unseren Lebensmitteln. Neben der allgemeinen Unterstützung des Immunsystems, des Stoffwechsels und der Zellfunktionen tragen sie auch dazu bei, Beschwerden während der Menopause zu lindern.

Studien über die geringere Häufigkeit und Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden bei Asiatinnen ergaben, dass der Unterschied vermutlich an der Art der Ernährung liegt, da ausgewanderte asiatische Frauen, die die westliche Ernährungsweise übernommen hatten, in gleicher Weise an Wechseljahresbeschwerden litten wie westeuropäische Frauen. Man geht bisher davon aus, dass die in Soja, Tofu, grünem Tee oder Gojibeeren enthaltenen Phytoöstrogene hierbei eine Rolle spielen. Asiatinnen nehmen davon durch ihre landestypische Ernährung etwa 50 mg täglich zu sich, Westeuropäerinnen oft nur 5 mg täglich. Daran ist erkennbar, welchen Einfluss die Mikronährstoffe unserer Lebensmittel auf unser Wohlbefinden haben können.

Besonders effektiv bei Hitzewallungen, Erschöpfung und Depressionen haben sich Vitamin E1 und Omega-3-Fettsäuren2 erwiesen. Zusammen mit einer Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen können sie auch Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen lindern. Auch ganz bestimmte sekundäre Pflanzstoffe, die sogenannten Isoflavone, lindern Hitzewallungen, bringen in Kombination mit Vitaminen die Blutfette ins Gleichgewicht und schützen das Herz3. Daneben senken Antioxidantien (z.B. Vitamin C oder Carotinoide)4 und sekundäre Pflanzenstoffe5 auch das Brustkrebsrisiko in der Postmenopause.

Sekundäre Pflanzenstoffe haben auch in Bezug auf Osteoporose eine bedeutende Wirkung, denn sie schützen vor dem Verlust von Knochenmasse6. Osteoporose lässt sich jedoch nicht nur durch sekundäre Pflanzenstoffe vorbeugen, der komplizierte Knochenstoffwechsel ist ebenso abhängig von den Vitaminen C, B3, B6, B12 und Folsäure, Vitamin D und K, sowie von den Mineralien Magnesium, Kalzium und den Spurenelementen Zink, Bor, Kupfer und Mangan.

Mehrere Studien haben zudem gezeigt, dass Magnesium und Vitamin B6 bei hormonbedingten Stimmungsschwankungen und Angstzuständen hilfreich sind7.

Auch wenn Sie bereits östrogenhaltige Medikamente zur Behandlung der Wechseljahres-Symptome einnehmen, sollten Sie in jedem Fall auf ein zusätzliches, natürliches Mikronährstoff-Präparat zurückgreifen. Die parallele Einnahme kompensiert die durch die Hormonpräparate verursachten Mikronährstoffdefizite und reduziert damit auch unerwünschte Nebenwirkungen.8

Es gibt also zahlreiche gute Gründe für Frauen in den Wechseljahren zusätzliche Mikronährstoffe einzunehmen. In der modernen Mikronährstoffmedizin setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass es durchaus sinnvoll ist, ein komplexes, natürliches Mikronährstoffprodukt zu empfehlen, das alle oben erwähnten Vorteile vereint. Eine derartige Ergänzung ist nicht nur angenehmer einzunehmen, sie wirkt durch die Synergieeffekte der natürlichen Wirkstoffe auch deutlich besser.

Lebensstil

  • Verzichten Sie auf das Rauchen: Nikotinkonsum fördert die Hitzewallungen in den Wechseljahren und erhöht das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen zusätzlich.
  • Vermeiden Sie Übergewicht: Zusätzliche Kilos verstärken die Hitzewallungen und erhöhen außerdem das Bluthochdruckrisiko, Diabetes und Arteriosklerose.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport: Bewegung in der freien Natur stärkt nicht nur Körper und Geist, sondern reduziert auch Stressgefühle und verbessert das psychische Befinden.

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex, um die optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.

Psyche

  • Sie sind nicht allein – rund 80 Prozent der Frauen im mittleren Alter leiden unter Wechseljahrbeschwerden. Tauschen Sie sich mit Freundinnen aus – reden hilft!
  • Akzeptieren Sie Ihre Situation und wehren Sie sich nicht dagegen. Auch die Wechseljahre haben irgendwann ein Ende.
  • Entspannen Sie ausgiebig. Ihr Stoffwechsel kann sich dabei regulieren. Dadurch reduzieren sich sowohl die Hitzewallungen als auch Stress und Nervosität.

Quellen anzeigen

1 Ziaei S. et al.: The effect of vitamin E on hot flashes in menopausal women. Gynecol Obstet Invest. 2007 (4): S. 204-207
2 Chenoy R.: Effect of oral gamma-linoleic acid from evening primerose oil on menopausal flushing. BMJ 1994 (308): S. 501
3 Faure E.D. et al.: Effects of a standardized soy extract on hot flushes: A multicenter, double-blind, randomized, placebo-controlled study. Menopause 2002 (5): S. 329-334
4 Van´t-Veer P. et al.: Tissue antioxidants and postmenopausal breast cancer : The European Community Multicentre Study on antioxidants. Cancer Epidemiol Biomark 1996 (Prev 5): S. 441
5 Messina M., Wu A.H.: Perspectives on the soy-breast cancer relation. Am J Clin Nutr. 2009(5): S. 1673S-1679S.
6 Borrelli F, Ernst E. Alternative and complementary therapies for menopause. Maturitas 2010; 66: S. 333-343.
7 De Souza M.C. et al.: A synergistic effect of a daily supplement for 1 month of 200 mg magnesium plus 50 mg vitamin B6 for the relief of anxiety-related premenstrual symptoms: a randomized, double-blind, crossover study. J Womens Health Gend Based Med. 2000(2): S. 131-139
8 Thomas J.A.: Drug-nutrient interactions. Nutr Rev 1995 (53): S. 271