Antibiotika – natürlichen Alternativen

Antibiotika gehören seit ihrer Entdeckung im Jahr 1928 zu den effektivsten Waffen der modernen Schulmedizin und dominieren seither das Bewusstsein von Ärzten und Patienten. So werden allein in Deutschland ca. 3000 Tonnen Antibiotika im Jahr eingenommen, was jedoch viele Risiken mit sich bringt und die Gefahr einer Resistenz massiv erhöht. Was viele nicht wissen: es mangelt nicht an natürlichen Alternativen zu Antibiotika, da die Natur eine Vielzahl verschiedener pflanzlicher Stoffe bereit hält, mit der sich Krankheiten ebenso effektiv bekämpfen lassen.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Antibiotika

Ein klassisches Antibiotikum erlangt seine Wirksamkeit durch verschiedene Pilze oder Bakterien, die andere Mikroorganismen abtöten oder hemmen. In der Fachwelt wird von bakteriziden oder bakteriostatischen Effekten gesprochen. In der modernen Pharmakologie werden Antibiotika allerdings nicht mehr natürlich hergestellt, sondern synthetisiert. Hierdurch werden eine schnellere Herstellung und ein verbreitertes Wirkungsspektrum ermöglicht.

Die Einnahme eines Antibiotikums bleibt allerdings nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen. Jede Anwendung stellt auch eine Belastung für den Körper dar, weil die chemischen und pharmakologischen Eigenschaften eines Antibiotikums dem menschlichen Körper fremd sind. Einige Patienten leiden an Allergien und Unverträglichkeiten oder beklagen sich über Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, da das Antibiotikum auch unsere „guten“ Bakterien im Darm abtötet. Aufgrund der ausufernden und sorglosen Vergabepraxis kommt es auch vermehrt zu Resistenzentwicklungen. Einige Erreger können mit den derzeit zur Verfügung stehenden herkömmlichen Antibiotika also nicht mehr befriedigend behandelt werden, was zu komplizierten Krankheitsverläufen führen kann.

Natürliche Alternativen zu Antibiotika – Pflanzen, Inhaltsstoffe und deren Wirkungen

Glücklicherweise existieren zahlreiche natürliche Alternativen zu konventionellen Antibiotika. Pflanzliche Arzneimittel sind häufig genauso wirksam wie synthetisch hergestellte Medikamente. Allerdings sind sie in der Regel viel besser verträglich und die Gefahr von Resistenzentwicklungen ist sehr gering. Mit natürlichen Alternativen können Erreger folglich körperschonend und effektiv behandelt werden. Das wurde schon durch eine Jahrhunderte andauernde Vergabepraxis, die auf langanhaltender Tradition fußt, bestätigt.

  • Knoblauch:
  • Knoblauch zählt zu den bekanntesten natürlichen Alternativen zu Antibiotika. Das darin enthaltene Allicin wirkt antibiotisch und bekämpft somit Bakterien. Darüber hinaus wirkt Knoblauch antimykotisch (wirkt gegen Pilzbefall) und ist vor allem schonend für die Darmflora.

  • Zwiebeln:
  • Zwiebeln weisen ähnliche Eigenschaften auf, da verschiedene Schwefelverbindungen und der Farbstoff Quercetin ebenfalls antibiotisch und sogar desinfizierend wirken. Besonderns in Kombination mit Knoblauch gelten sie als hoch effektiv, weil sie die Wirkungen der Knolle verstärken können. Zwiebeln werden gerne bei Erkältungskrankheiten in Form von selbst zubereitetem Sirup verabreicht.

  • Cranberries:
  • Cranberries sind ebenfalls hoch wirksam. Die Beeren enthalten den Inhaltsstoff Proanthocyanid. Dieser hindert nachweislich Bakterien daran, sich in der Schleimhaut der Blase einzunisten, sodass u. a. bei Blasenentzündungen eine Indikation vorliegt.

  • Thymian und Eukalyptusöl:
  • Thymian wird vor allem bei Erkältungen geschätzt. Als ätherisches Öl kann es das Abhusten erleichtern sowie den Wachstum von Pilzen, Bakterien und Viren hindern. Eukalyptusöl weist ein sehr ähnliches Wirkungsspektrum auf. Es kann als Kapsel eingenommen, in Salben verarbeitet oder inhaliert werden.

  • Chili:
  • Chili gilt nicht nur als entzündungshemmend, sondern auch als schmerzstillend. Denn das im Chili befindliche Capsaicin unterbindet die Schmerzweiterleitung im Körper und die Verbreitung von Entzündungen. Somit sollte Chili bei allen Entzündungskrankheiten eingesetzt werden.

  • Ingwer:
  • Ingwer wirkt durch das darin enthaltende Gingerol entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzstillend. Durch die Schärfe der Pflanzen wird außerdem der Kreislauf angeregt.

  • Teebaumöl:
  • Teebaumöl kann als pflanzlicher Alleskönner beschrieben werden. Das ätherische Öl wirkt entzündungshemmend, wundheilend und gilt als besonders reinigend für die Haut. Es ist sowohl zur äußeren Anwendung als auch zur Einnahme geeignet.

Daneben existieren noch weitere Pflanzenstoffe, die über antibiotische Wirkungen verfügen. Es steht ein breites Arsenal an natürlich Heilmitteln zur Verfügung. Hervorzuheben sind insbesondere

  • Zimt
  • Ringelblumen
  • Lavendel
  • Bergamotte
  • Lapachorinde
  • Wacholder und
  • Nelken
  • Honig

Zurück