Pollenallergie - 10 Tipps, die Linderung verschaffen

Tipps bei Heuschnupfen

Etwa 20 Prozent aller Menschen in Deutschland leiden unter einer Pollenallergie. Vor allem im Frühjahr plagen sich die Allergiker mit tränenden Augen, juckender Nase und Dauerniesen. Damit sich die Betroffenen beschwerdefrei in der Natur aufhalten können, müssen sie oft zu Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortisonpräparaten greifen. Der folgende Text erklärt, was eine Pollenallergie ist, welche Ursachen sie hat und wie die Symptome mit einfachen Mitteln gelindert werden können.

Was ist eine Pollenallergie?

Die Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt, ist eine allergische Reaktion auf pflanzliche Pollen wie Blütenstaub von Gräsern, Bäumen, Sträuchern, Getreide und Kräutern. Anders als der Name vermuten lässt, reagieren Betroffene nicht auf Heu allergisch. Die Herkunft des Begriffs Heuschnupfen leitet sich vermutlich daraus ab, dass Allergiker insbesondere auf Blütenstaub im Heu oder auf der Wiese Reaktionen zeigten.

Welche Ursachen hat eine Pollenallergie?

Mediziner vermuten verschiedene Ursachen für eine Pollenallergie. Die Allergieneigung ist vererbbar, doch auch Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle bei der Entstehung der Allergie. Häufig tritt Heuschnupfen bereits im Kindesalter auf, kann jedoch auch jederzeit im Erwachsenenalter entstehen. Die steigende Anzahl von Allergikern lässt sich wahrscheinlich auf die verbesserte und teilweise übertriebene Hygiene in den letzten Jahrzehnten zurückführen.

Schadstoffe in der Luft verstärken die Aggressivität der Allergene. Vor allem in Städten führt die Luftverschmutzung zu einer wachsenden Zahl von Allergien. Wenn schwangere Frauen und Eltern in Gegenwart des Kindes rauchen, erhöht sich das Risiko für das Kind, an einer Pollenallergie zu erkranken.

Wie kann eine Pollenallergie selbst behandelt werden?

Es gibt ein paar einfache Maßnahmen und Hausmittel, welche die Beschwerden der Allergie reduzieren können. Oft reichen diese Maßnahmen aus, sodass Allergiker ihren Körper nicht längerfristig mit starken Arzneimitteln belasten müssen.

10 Tipps, die Allergiebeschwerden lindern

1. Aufenthalte im Freien reduzieren

Um mit den verantwortlichen Pollen so wenig wie möglich in Kontakt zu kommen, sollten Sie Aufenthalte im Freien während der Pollenflugzeit einschränken.

2. Richtiges Lüften

Lüften Sie Innenräume nur kurz und am besten nachts oder während eines Regenschauers. Die Fenster sollten ansonsten während der Pollenflugzeit geschlossen bleiben. Spezielle Pollenschutzgitter für die Fenster verhindern ein Einfliegen der Pflanzenpollen.

3. Maßnahmen beim Autofahren

Halten Sie die Fenster während des Autofahrens geschlossen und schalten Sie die Lüftung ab. Eventuell ist ein Pollenfilter für das Auto hilfreich.

4. Kleidung und Bettwäsche

Kleidung und Bettwäsche sollten regelmäßig gewaschen und zum Trocknen möglichst nicht im Freien aufgehangen werden. Ziehen Sie getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aus, denn sie kann auch mit Pollen bedeckt sein.

5. Haarewaschen

Es ist ratsam, dass Sie jeden Abend Ihre Haare waschen, um den Blütenstaub zu entfernen.

6. Urlaubsplanung

Haben Sie schon mal überlegt, Ihren Urlaub währender der Pollenflugzeit zu planen? Eine Reise in ein fernes Land scheint in dieser Zeit doch sehr willkommen zu sein. Wer kein Fan von großen Reisen ist, sollte als Allergiker Zeit an Seen oder im Gebirge verbringen. Die reine Luft eignet sich hervorragend für eine beschwerdefreie Auszeit.

7. Medikamente und Hausmittel

Nasensprays, Augentropfen und Tabletten können die Beschwerden der Allergie deutlich lindern. Ein sehr effektives Hausmittel gegen die Pollenallergie ist eine Nasenspülung mit Salz. Die Nasendusche sorgt dafür, dass der auf der Schleimhaut abgelagerte Blütenstaub entfernt wird. Auch Dampfbäder mit ätherischen Ölen erleichtern das Durchatmen und wirken schleimlösend.

8. Ernährung

Eine zinkreiche Ernährung lindert häufig die Symptome eines Heuschnupfens, denn das Spurenelement ist unentbehrlich für ein gutes Immunsystem. Achten Sie zudem auf eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung, um somit alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine abdecken zu können.

9. Darmgesundheit

Dass Allergiker insbesondere auf einen gesunden Darm achten sollten, ist vielen gar nicht bewusst. Doch der Darm spielt eine entscheidende Rolle für ein intaktes Immunsystem. Eine gesunde Darmschleimhaut mit ihrer mikrobiellen Flora aus Bakterien sorgt für eine starke Immunabwehr. Es wird angenommen, dass zu viel tierische Nahrung (Fleisch, Milch, Eier, Fisch) eine Übersäuerung und somit Einschränkung der Darmfunktion zur Folge hat.

10. Pollenflugzeit ermitteln

In der Apotheke erhalten Sie einen Pollenflugkalender, der die Flugzeiten aller Pollenarten aufzeigt.

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