Wandern – Wellness für Körper und Geist

Wandern gehört zu den wenigen Outdoor-Sportarten, für die es noch keine Alternative in der Halle oder im Fitnessstudio gibt. Es ist eine besonders sanfte Art, sich fit zu halten, und tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Entspanntes Durchatmen fällt nirgendwo so leicht wie mitten in der Natur. Weitblicke ins Grüne, Gipfelerlebnisse und Genussmomente bei einer Hütteneinkehr lassen den Alltag in weite Ferne rücken. Im Vergleich zu vielen anderen Sportarten ist das Verletzungsrisiko gering und Sie sind sehr natürlich und umweltfreundlich unterwegs. Gute Schuhe und ein Rucksack – mehr brauchen Sie für den Anfang nicht. Aber seien Sie auf der Hut: Das Wanderfieber kann Sie zu jeder Jahreszeit packen – zu Hause ebenso wie im Urlaub.

Wandern bringt Sie in Form

Wer regelmäßig wandert, fühlt sich rasch fitter. Die Länge und der Schwierigkeitsgrad der Touren lassen sich individuell an die persönliche Ausgangssituation anpassen und nach und nach gut dosiert steigern. So stärkt regelmäßiges Wandern das Herz-Kreislauf-System. Die gleichmäßige Bewegung senkt Blutdruck und Pulsfrequenz und damit das Risiko für Hypertonie und Herzinfarkt. Zugleich bauen Sie sanft Muskeln, Bänder und Knochen auf – deutlich gelenkschonender als bei anderen Laufsportarten wie Joggen.

Viele Menschen entdecken das Wandern für sich, weil sie abnehmen möchten. Besonders schätzen sie dabei, dass ein Einstieg auch mit deutlichem Übergewicht problemlos möglich ist: Für den Anfang stehen dann kürzere Strecken ohne Steigungen auf dem Programm. Bei leichten Wanderungen verbrennt der Körper etwa 350 Kilokalorien pro Stunde, bei anspruchsvollen Touren im Gebirge kann der Energieverbrauch auf 550 Kilokalorien pro Stunde ansteigen.

Dabei empfiehlt sich Wandern insbesondere für Diabetiker: Sie kommen mit der längeren, gleichmäßigen Bewegung in der Regel deutlich besser zurecht als mit Sportarten, in denen sie immer wieder Spitzenbelastungen ausgesetzt sind. Zu den weiteren gesundheitlichen Vorteilen des Wanderns zählen die Stärkung des Immunsystems, die Verbesserung der Koordinationsfähigkeit und der Kondition.

Wandern – eine Sportart für die Seele

Das ausdauernde Gehen beeinflusst den Stoffwechsel und kurbelt die Produktion von Hormonen und Botenstoffen wie Serotonin und Dopamin an. Damit treten negative Gefühle und Empfindungen in den Hintergrund und machen Platz für Glück und Wohlbefinden. Akuter Stress wird abgebaut und die Resilienz gegenüber neuen Belastungen nachhaltig gestärkt. Die stimmungsaufhellende Wirkung des Wanderns lässt sich dermaßen signifikant nachweisen, dass es leichte Formen von Depression therapeutisch begleiten kann.

Mit der passenden Ausrüstung sicher unterwegs

Für leichte Touren über Wiesen und Felder oder durch die Stadt genügen bequeme Kleidung und gutes Schuhwerk. Wer ausgedehntere Ausflüge ins Gebirge plant, sollte zu seiner eigenen Sicherheit etwas mehr in seine Ausrüstung investieren: So bieten Bergschuhe, die bis über den Knöchel reichen und über eine Profilsohle verfügen, auch auf unbefestigten Pfaden verlässlichen Halt.

Mit Funktionskleidung stellen Sie sicher, dass der Schweiß rasch abtransportiert wird und Sie bei Touren in höheren Lagen nicht so rasch auskühlen. Beim Rucksackkauf sollten Sie darauf achten, dass dieser bequeme Schultergurte besitzt und sich dank zusätzlicher Gurte an Hüfte und Brust das Gewicht gleichmäßig verteilen lässt. Im Gepäck dürfen bei längeren Touren keinesfalls ausreichend Flüssigkeit und energiereiche Snacks wie Müsliriegel, Bananen oder Trockenobst fehlen. Mit der richtigen Verpflegung halten Sie Leistungsfähigkeit und Konzentration hoch und reduzieren das Verletzungsrisiko auf ein Minimum.

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