Workouttrends 2018: Barre-Workout & Yoga-Mix gegen chronische Erkrankungen

Keine Besserung in Sicht: Gemäß Datenerhebungen ist mehr als ein Drittel der deutschen Gesamtbevölkerung chronisch krank. Von Rückenleiden und Diabetes bis Bluthochdruck stellen Mediziner einen Zusammenhang mit dem modernen Lebensstil her. Dass sich Deutsche laut einer TK-Studie aus dem Jahr 2016 durchschnittlich nur 30 Minuten pro Tag bewegen, beunruhigt Gesundheitsexperten. Taugen aktuelle Fitnesstrends als Gegenmaßnahme? Jetzt erfahren, was Barre-Workout, Functional Training und Yoga-Mix leisten.

In Bewegung: Welche Sportangebote Krankenkassen bezahlen

Steigende Zahlen hinsichtlich chronischer Erkrankungen bringen bei deutschen Krankenkassen Präventionsmaßnahmen in Bewegung. Das gilt im wahrsten Sinne des Wortes, denn mittlerweile beteiligen sich die Kassen im Umfang von bis zu 80 Prozent an bestimmten Bewegungsangeboten. Voraussetzung hierfür ist, dass sich der Leiter des jeweiligen Kursangebots über die zentrale Prüfstelle für Prävention zertifiziert hat. Sportmediziner empfehlen hinsichtlich präventiver Bewegungsangebote einen Mix aus Kraft- und Ausdauersport. Beide Sportformen senken laut Studien den mittleren Blutzuckerspiegel und verbessern die Blutfettwerte.

Dadurch eignen sie sich hinsichtlich der Krankheitsprävention gleich gut. Leiden Sie allerdings bereits an chronischen Leiden, ist Ausdauersport laut Experten effektiver. Obwohl Sie die Intensität und Sportart bei etwaigen Vorerkrankungen lieber mit einem Sportmediziner besprechen, eignen sich aktuelle Fitnesstrends gut zur Gesundheitsprävention. Falls Sie zertifizierte Anbieter in Ihrer Nähe finden, können Sie von Ihrer Krankenkasse eine Beteiligung an bis zu zwei Kursen pro Jahr einfordern. Die beste Nachricht: Die aktuellen Fitnesstrends sind nicht nur gesund, sondern machen Spaß.

An der Stange: Das steckt hinter Barre-Workout

Wie schon in der Vergangenheit geben die Schönen und Reichen den Ton für die Fitnesstrends 2018 vor. Aus Hollywood hat es das Barre-Workout mittlerweile nach Deutschland geschafft. Bei dem Ganzkörpertraining geht es um sanfte Fitness und Körpergefühl durch Kräftigungsübungen an der Ballettstange. Letztere dient Ihnen bei den Trainingseinheiten als Stützhilfe. Bauch, Beine und Po beansprucht das Training besonders. Wer an chronischen Krankheiten leidet, kann an Barre-Training in den meisten Fällen trotzdem teilnehmen. Trotzdem immer genau auf den Trainer achten.

Einen starren Ablauf mit festgelegten Übungen gibt es nicht. Deshalb hängt der Kursinhalt stark vom Anbieter ab. Obwohl sich neben Kräftigungsübungen theoretisch auch Ausdauereinheiten mit in das Workout aufnehmen lassen, liegt dieser Mix nicht jedem Trainer am Herzen. Auf eine entsprechende Mischung sollten Sie der Gesundheit zuliebe allerdings achten.

In Balance: Wie Diabetiker vom Yoga-Mix profitieren

Von Vinyasa bis Yin und Kundalini gibt es Yoga mittlerweile in zahlreichen Formen. Abhängig von Ihrem persönlichen Fitnessstand und Gesundheitszustand entscheiden Sie sich für einen Yoga-Mix zwischen entspannter und sportlicher Bewegung. Viele Kursanbieter mischen typische Yoga-Übungen beispielsweise mit Pilates, wodurch das Training Ihre Muskeln stärkt. Dadurch entsteht höhere Dynamik, die neben dem Stoffwechsel erwiesenermaßen den Organen gut tut. Chronische Erkrankungen stehen Yoga nicht entgegen, solange Sie einen möglichst erfahrenen Lehrer auswählen. Falls Sie Diabetiker sind, bietet sich der Fitnesstrend für Sie laut einer indischen Studie schon alleine wegen den erwiesenermaßen senkenden Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel an.

Im Zusammenspiel: So verbessert Functional Training einen kranken Bewegungsapparat

Eigentlich verbirgt sich hinter Functional Training weniger eine echte Sportart als eine bestimmte Trainingsform. Sämtliche Übungen zur Gesunderhaltung ihres Bewegungsapparats fallen in die Kategorie. Als fester Bestandteil von Kursangeboten wie Crossfit stabilisiert die Trainingsmethode den Körper, anstatt oberflächliche Muskeln aufzubauen. Die Übungen sprechen stets mehrere Muskeln gleichzeitig an, wodurch sich das muskuläre Zusammenspiel verbessert.

Im Trend liegen mittlerweile außerdem Hilfsmittel wie TRX-Schlingen und Kettlebells, die entsprechende Übungen ergänzen und noch effizienter machen. Auch in der Rehabilitation hat sich Functional Training etabliert. Das gilt insbesondere nach muskulären Leiden. Positive Effekte zeigt die Trainingsmethode außerdem auf Patienten mit chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats. Ebenso hilfreich ist das funktionale Training bei neuromuskulären Störungen infolge von Krankheiten wie Multiple Sklerose.

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