Brokkoli: Diese Superkräfte hat das Superfood

Wundermittel gegen Krebs, Waffe gegen Übergewicht und unter den Gemüsesorten die Vitaminbombe schlechthin: Der neue Trend in Sachen Superfood heißt Brokkoli. Jetzt erfahren, was dran ist und welche Superkräfte in der Kohlart stecken.

Vitaminbombe: Deshalb ist Brokkoli ein Lieblingsgemüse

In der Kindheit erklären die wenigsten Menschen Brokkoli zum Lieblingslebensmittel. Trotzdem beweisen Studien, dass in dem Kreuzblütler die Kräfte eines Superhelden stecken. Vom Röschen bis zum Stängel, den Blättern und den Sprossen enthält das Kohlgewächs Vitalstoffe wie B-Komplex-Vitamine. Schon 100 Gramm Brokkoli decken die empfohlene Tagesration an Vitamin C. Dieselbe Menge trägt zur Grundversorgung mit den Vitaminen E und K bei.

Ähnliches gilt für Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Zink. Dadurch strafft Brokkoli die Haut, stärkt die Knochen und unterstützt sogar Schwangerschaften. Dem nicht genug, fördern die Mikronährstoffe der Kohlsorte die Blutbildung, entgiften und aktivieren den Stoffwechsel. Die größte Superkraft von Brokkoli liegt allerdings in sekundären Pflanzenstoffen. Die anti-oxidativen Eigenschaften dieser natürlichen Verbindungen stärken Ihr Immunsystem und helfen Ihrem Körper beim Abbau krankheitserregender Sauerstoffverbindungen (freie Radikale).

Schlankmacher: Wieso Brokkoli auf jeden Diätplan gehört

Weil Brokkoli statt Kohlenhydraten und Fetten viele Ballaststoffe enthält und mit etwa 30 Kalorien pro 100 Gramm einer kalorienarmen Beilage entspricht, hat sich der Kohl auf dem Diätplan vieler Menschen durchgesetzt. Abgesehen davon sorgt der regelmäßige Verzehr des Kreuzblütlers wegen den enthaltenen Senfölen laut aktuellen Studien der Lund Universität für einen gesunden Blutzuckerspiegel. Davon profitieren Patienten mit Diabetes ebenso wie Risikogruppen. Dank Polyphenolen, Antioxidantien und B-Vitaminen tut Brokkoli außerdem Herzpatienten gut. Studien der Penn State University bestätigen dem grünen Gemüse einen präventiven Effekt hinsichtlich vieler Herzerkrankungen.

Damit Ihre Gesundheit von Brokkoli genauso profitiert wie Ihre Linie, ist die richtige Zubereitung entscheidend. Während beim herkömmlichen Kochen bis zu 90 Prozent der Inhaltsstoffe verloren gehen, bewahrt der Kreuzblütler bei im Dampfkochtopf die Superkräfte. Die gesündesten Teile des Supergemüses sind laut Studien die Sprossen. Gesundheitsexperten raten dazu, die Röschen des Kohls drei bis fünf Mal pro Woche zu servieren und zusätzlich eingelegte Bio-Sprossen zu verzehren.

Wunderwaffe: Wie die Kraft des Kohls Krebspatienten hilft

Dass in Brokkoli nicht nur ein Schlankmacher und Vitaminwunder steckt, bewiesen Forscher der Ohio State University im Jahr 2017 an Patientinnen mit Brustkrebs. Das Gemüse regt die Bildung der krebshemmenden Substanz Indol-3-Carbinol (I3C) an, wodurch sich der Brustkrebs nicht mehr unbeschwert ausbreitet. Obwohl Krebserkrankungen der Brust den Studienfokus bildeten, gehen die Verantwortlichen für andere Krebsarten von ähnlichen Effekten aus. Sie berufen sich in dieser Hinsicht auf den sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan: ein Antioxidans, das Chemotherapien unterstützt.

Internationale Studien aus der jüngsten Vergangenheit legen mittlerweile Zusammenhänge zwischen dem grünen Gemüse und der Prävention von Lymph-, Prostata-, Gebärmutter- und Bauchspeicheldrüsenkrebs nahe. Außerdem beugt Brokkoli erwiesenermaßen dem schädlichen Darmkeim Helicobacter pylori vor, der sich an der Entstehung von Magendarmgeschwüren beteiligt. Seit Neustem arbeiten Forscher im NUS Medicine Lab deshalb daran, die Darmflora über Brokkoli gezielt auf die Bekämpfung von Darmkrebs zu programmieren.

Hirnnahrung: Weshalb Brokkoli die grauen Zellen belebt

Dass Brokkoli gegen Krebs hilft, hängt mit dem Molekül Cdc25A zusammen. Diese Substanz beteiligt sich an Prozessen der Zellteilung, wie sie bei Krebs in unkontrollierter Form stattfinden. Solange Ihr Körper über ausreichend IC3 verfügt, gewinnt Cdc25AA nicht an Überhand. Dadurch kommt es nicht zu unkontrollierten Wucherungen. Neben Krebserkrankungen hängen Krankheiten wie Alzheimer erwiesenermaßen mit abnormal hohem Cdc25A-Aufkommen zusammen.

Indem der Verzehr von Brokkoli Ihren Körper zur I3C-Bildung bewegt, sind Sie gegen hohes Cdc25A und damit zusammenhängende Erkrankungen gewappnet. Die beste Nachricht zum Schluss: Als Beilage zu Fleisch oder Fisch, im Auflauf, in Currys und asiatischen Gerichten schmeckt das grüne Wundergemüse Ihrem Gaumen genauso gut wie Ihrer Gesundheit.

Zurück