Mit Brainfood fit im Kopf

Als unentwegt tätige Schaltzentrale des Körpers verbraucht das menschliche Gehirn 25 Prozent der vorhandenen Energie – obwohl es bei Erwachsenen gerade einmal zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht. „Gefüttert“ wird das Gehirn mit Adenosintriphosphat, welches der Körper selbst aus Traubenzucker und Sauerstoff herstellt. Gut zu wissen: Auch wenn Sie „die Weisheit mit Löffeln essen“ – Ihren Körper also dank einer ausgewogenen Ernährungsweise reichlich mit Brainfood versorgen –, benötigt Ihr Gehirn insbesondere bei starker Beanspruchung immer wieder Pausen. Andernfalls leiden Sie zunehmend unter Unkonzentriertheit. Stress und das Risiko, Fehler zu machen, nimmt dann deutlich zu.

Dauerhaft leistungsfähig dank guter Grundversorgung

Damit Sie sich auch über einen längeren Zeitraum hinweg gut konzentrieren können und um Vergesslichkeit vorzubeugen, brauchen Sie komplexe Kohlenhydrate. Diese langkettigen Mehrfachzucker zerlegt der Körper langsam nach und nach und stellt damit eine kontinuierliche Energiezufuhr sicher. In diesem Zusammenhang empfehlen Ernährungswissenschaftlicher insbesondere Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Kartoffeln. Für die Vernetzung der Nervenenden und die Gesunderhaltung der Hirngefäße sind gesunde Fette unentbehrlich.

Greifen Sie bevorzugt zu mehrfach ungesättigten Fetten wie den Omega-3-Fettsäuren. Diese stecken unter anderem in Fisch sowie in Raps- oder Walnussöl. Der dritte Pfeiler des Brainfoods ist das Eiweiß. Dieses enthält als kleinste Bausteine diverse Aminosäuren, die das Gehirn für einen reibungslosen Informationsfluss benötigt. Neben magerem Fleisch, Milch und Molkereiprodukten zählen Nüsse, Samen und Trockenfrüchte zu den wertvollsten Eiweißlieferanten. Nicht umsonst heißt die klassische Snack-Mischung aus Nüssen und Rosinen „Studentenfutter“.

Echtes Powerfood für das Gehirn

Natürlich können Sie Ihr Gehirn für kurzfristige Maximalleistungen mit Traubenzucker und Koffein pushen, doch folgt auf dieses Hoch schon bald das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung. Um Ihr Gehirn tagtäglich und bis ins hohe Alter fit zu halten, bereichern Sie Ihren Speiseplan besser regelmäßig mit Brainfood wie Avocados: Die grünen Früchte steigern mit verschiedenen B-Vitaminen und Lecithin Ihre Konzentration und schützen Ihre Hirnzellen.

Als einer der besten natürlichen Radikalenfänger darf Brokkoli nicht fehlen: Der leckere Kohl ist reich an Antioxidantien und schützt damit Nervenzellen und Hirngefäße vor vorzeitiger Alterung. Auch Soja und Nüsse enthalten reichlich Lecithin, welches umgebaut zu Acetylcholin zu den wichtigsten Botenstoffen des Nervensystems zählt. Außerdem stecken in Soja fettähnliche Stoffe, die die Signalübertragung zwischen den Nervenenden verbessern.

Dass auch Blaubeeren nicht nur köstlich schmecken, sondern auch die Gedächtnisleistung positiv beeinflussen, entdeckten Neurobiologen der Universität Reading: Sie machen dafür die Flavonoide, die den Heidelbeeren ihre satte Farbe verleihen, verantwortlich. Benötigen Sie zwischendurch dennoch einen raschen Energieschub, stellen Bananen eine sinnvolle Alternative zu Traubenzucker dar: Auch sie verleihen den grauen Zellen in Minutenschnelle neuen Schwung und versorgen sie zudem mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium und Phosphor.

Trinken nicht vergessen!

Damit die gesunde Ernährung ihr volles Potential entfalten kann, müssen Sie ausreichend trinken. Schließlich besteht das Gehirn zu etwa drei Vierteln aus Wasser und ist für maximale Leistungsfähigkeit auf eine gute Sauerstoffversorgung angewiesen. Ist die tägliche Trinkmenge zu gering, dickt das Blut an und transportiert deutlich weniger Sauerstoff. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag sollten es daher mindestens sein. Dabei stellt Grüner Tee die ideale Ergänzung zu Mineralwasser und Saftschorlen dar: Er enthält Catechine, die Ermüdung vorbeugen, und er kurbelt die Produktion von Dopamin, einem wichtigen Neurotransmitter, an.

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