Nüsse – köstliches Superfood

Lange als Dickmacher verpönt, haben sich Nüsse in den letzten Jahren zurecht ihren Platz unter den besonders gesunden Lebensmitteln zurückerobert. Haselnüsse, Cashewkerne und Co. spenden reichlich Energie, sind echtes Brainfood und können das Leben verlängern. In der Tat zeichnen sie sich durch einen hohen Kaloriengehalt aus. Dank „guter” Fette und einer extrem hohen Nährstoffdichte stellen Nüsse aber vor allem ein Superfood dar.

Nüsse – köstlich und gesund für Herz und Gehirn

Nüsse bestehen zu etwa 70 Prozent aus Fett. Da es sich dabei ausschließlich um einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren handelt und Nüsse rasch sattmachen, schlägt der hohe Ölgehalt bei normalen Verzehrsmengen nicht als Übergewicht zu Buche. Die in Nüssen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und blutverdünnend, senken den Cholesterinspiegel und hellen die Stimmung auf.

Auch sind Nüsse reich an Proteinen, deren Zusammensetzung der Körper besonders gut verwerten kann. Eiweiß versorgt den Organismus mit Energie und ist unverzichtbar für den Muskelaufbau.

Dass der regelmäßige Verzehr von Nüssen ein längeres Leben bescheren kann, liegt an den darin enthaltenen Antioxidantien. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Vitamin E binden die freien Radikalen im Körper und schützen so die gesunden Zellen vor Angriffen. Damit wirken Antioxidantien dem Alterungsprozess entgegen.

Das in den Nüssen enthaltene Magnesium stärkt das Nervensystem und reduziert Plaque-Ablagerungen in den Arterien. So senken Nüsse das Risiko für koronale Herzerkrankungen und Schlaganfälle.

Mit ihrem niedrigen Kohlenhydratgehalt halten Nüsse den Blutzuckerspiegel stabil und beugen Diabetes vor. Die enthaltene Folsäure ist insbesondere für Schwangere sehr wertvoll, Vegetarier und Veganer sollten Nüsse als wichtige Lieferanten von B-Vitaminen regelmäßig auf ihren Speiseplan setzen.

Reichlich Abwechslung: beliebte Nusssorten im Überblick

Schon das Aussehen der Walnuss stellt einen Bezug zum Gehirn her. Mit Vitamin B6 fördern Walnüsse die Konzentrationsfähigkeit und wirken Müdigkeit entgegen. Zusätzlich ist das Co-Enzym als Motor für die Umwandlung von Aminosäuren ein entscheidender Faktor beim Muskelaufbau.

Haselnüsse enthalten viel Lecithin und beeinflussen damit sowohl die Nervenfunktionen als auch das Gedächtnis positiv. Flavonoide regen die Blutzirkulation an. Bemerkenswert ist auch der hohe Anteil an Kalzium, Phosphor und Eisen, der in Haselnüssen steckt.

Cashewkerne gehören zu den vergleichsweise fettarmen Nusssorten und fördern mit Tryptophan die Produktion des Glückshormons Serotonin. Ihr mildes Aroma macht sie zu einer beliebten Zutat für Müsli, Eiweiß-Shakes oder Wok-Gemüse.

Auch Mandeln zeichnen sich durch einen relativ moderaten Fettanteil aus. Sie gehören zu den basischen Lebensmitteln und schützen durch ihre prebiotischen Eigenschaften die Darmflora.

In Macadamia-Nüssen steckt dagegen ein Fettgehalt von 75 Prozent. Da es sich dabei aber zu 80 Prozent um ungesättigte Fettsäuren handelt, haben Macadamia-Nüsse einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Sie enthalten viel Selen, das die Schilddrüsenfunktion reguliert und als Antioxidans vor Krebs schützt.

In Maßen genießen und auf Qualität achten

Um von den wertvollen Inhaltsstoffen der Nüsse optimal zu profitieren und gleichzeitig nicht zu viel Fett aufzunehmen, sollten Sie die tägliche empfohlene Verzehrsmenge von 20 Gramm nicht überschreiten. Am besten essen Sie die Nüsse pur – ohne Salz oder Zucker. Da Nussfette schnell oxidieren und ranzig werden, empfiehlt es sich, ganze Nüsse zu kaufen und diese bei Bedarf erst kurz vor dem Verzehr zu mahlen.

Abstand halten sollten Sie von Nüssen, die sich verfärbt haben, muffig riechen oder bitter schmecken: Diese Nüsse enthalten wahrscheinlich das gesundheitsschädliche Schimmelgift Aflatoxin.

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