Weihnachtsgewürze fördern die Gesundheit

Gewürze wie Sternanis, Kardamom oder Zimt riechen nicht nur besonders gut, sondern helfen auch dabei die schweren und oft fettreichen Speisen in der stillen Jahreszeit zu verdauen. Um eine möglichst gute Wirkung zu erreichen, gibt es einige Feinheiten, die beim Kochen der Speisen zu beachten sind.

Jeder kennt die typischen Weihnachtsgerichte – Enten- bzw. Gänsebraten, Weihnachtsplätzchen und Co. In vielen dieser Gerichte stecken Gewürze wie Nelken, Zimt oder Kardamom, welche nicht nur gut schmecken sondern auch förderlich für die Gesundheit sind. Laut dem Duftforscher Hanns Hatt von der Ruhr-Universität in Bochum rufen die typischen Weihnachtsdüfte bestimmte Erinnerungen und damit einhergehende Gefühle im Gehirn hervor. Ähnlich wie mit den Geruchszellen verhält es sich mit Aromarezeptoren in der Darmschleimhaut. Sind die Speisen mit den eben genannten Gewürzen verfeinert, so bewirkt dies eine schnellere und effizientere Verdauung. Insbesondere die enthaltenen ätherischen Öle sind eine Wohltat für den Magen- und Darmtrakt.

Zimt

Gewonnen wird der Klassiker an Weihnachten schlechthin aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums. Die ätherischen Öle dieses Gewürzes enthalten knapp 200 verschiedene chemische Verbindungen wie Cumarin und Eugenol, welche den charakteristischen Duft bewirken. Als Verbraucher ist jedoch zu beachten, aus welcher Region der Erde das Produkt stammt, denn je nach Herkunft kann sich auch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe verändern. Beispielsweise enthält der in Sri Lanka heimische Ceylon-Zimt eine große Menge an Eugenol und gleichzeitig wenig Cumarin – entgegengesetzt verhält es sich mit vietnamesischem Cassia-Zimt. Darauf sollten Sie beim Einkauf achten, denn eine zu hohe Dosis Cumarin kann sich schädlich auswirken, wie Tierstudien bereits gezeigt haben.

Um ein Gesundheitsrisiko zu vermeiden empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung eine Menge von zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Keine Gefahr besteht laut Medizinern beim cumarinarmen Ceylon-Zimt, da die positiven Eigenschaften hier deutlich im Vordergrund stehen. Bereits im Jahre 2003 konnte von indischen Forschern nachgewiesen werden, dass sich bereits sechs Gramm Zimt am Tag positiv auf die Fett, Glukose und Cholesterinwerte im Blut auswirken.

Kardamom

Auch das Gewürz Kardamom, welches zu den Ingwergewächsen zählt und überwiegend in nah- und fernöstlichen Gerichten verwendet wird, wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Hierzulange wird Kardamom meist für weihnachtliche Kekse, Stollen sowie Lebkuchen oder herzhafte Fleischgerichte verwendet. Ähnlich wie bei Zimt ist auch beim Kardamom der hohe Anteil an ätherischen Ölen entscheidend. Der wichtigste Inhaltsstoff ist dabei das sogenannte Cineol, welches auch in der Eukalyptus-Pflanze vorkommt. Durch seine antibakterielle und schleimlösende Wirkung eignet sich das Gewürz hervorragend zur Behandlung von Erkältungen. Desweiteren unterdrückt das ebenfalls enthaltene Gingerol bestimmte Rezeptoren im Magen welchen den Brechreiz auslösen. So kann Kardamom gegen Übelkeit und bei der Verdauung helfen.

Gewürznelken

Auch Nelken sind mit ihrem intensiven und leicht scharfen Aroma kaum aus der Adventszeit wegzudenken. Vor allem Lebkuchen, Glühwein und Wildgerichte werden damit verfeinert. Auch bei Nelken ist Eugenol der Hauptwirkstoff, welcher die Schmerznerven im Mund blockiert und sich so zur Behandlung von Zahnschmerzen eignet. Desweiteren wirkt das Gewürz einem unangenehmen Völlegefühl entgegen, da es die Rezeptoren in der Darmschleimhaut zur vermehrten Produktion von Serotonin anregt. Dadurch steigert sich die Darmbewegung wodurch wiederum die Verdauung gefördert wird.

Wie bereits erwähnt ist die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe stark von der Art der Zubereitung abhängig. Da sich ätherische Öle während des Kochens verflüchtigen, ist es entscheidend erst kurz vor Ende der Zubereitung Gewürze hinzuzufügen. Nur auf diese Art und Weise bewahrheitet sich die Aussage „Weinachtsgewürze fördern die Gesundheit“.

Zurück