Im Chaos der Hormone unzurechnungsfähig: So plädierte eine Angeklagte 1981 vor Gericht auf mildernde Umstände. Seitdem sind die psychischen und physischen Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) in aller Munde. Was die Beschwerden der hormonellen Achterbahnfahrt kurz vor der Periode lindert, ist der Forschungsgegenstand zahlreicher Studien.

Allmonatliche Achterbahnfahrt: Wie PMS entsteht

Laut aktuellen Erkenntnissen sitzen acht von zehn Frauen kurz vor der Periode allmonatlich in der Hormonachterbahn. Ihre insgesamt 150 körperlichen und psychischen Beschwerden fasst die Medizin zum prämenstruellen Syndrom zusammen. Ein Großteil aller Frauen erlebt in der Phase zwischen Eisprung und Periode mindestens ein PMS-Symptom.

Das amerikanische Gesundheitsministerium hält neben Akne und geschwollenen bis schmerzenden Brüsten Kopfschmerz und Angstzustände bis hin zur Depressionen für die verbreitetsten Beschwerden. Verantwortlich dafür sind natürliche Verschiebungen im Hormonhaushalt. Veränderungen im Hinblick auf die Östrogenausschüttung wirken sich ab dem Eisprung auf den Progesteron- und Prolaktinspiegel aus.

Mittlerweile bringen Studien außerdem Mangelerscheinungen im Hinblick auf Prostaglandin, Pyridoxin und Serotonin mit dem prämenstruellen Syndrom in Verbindung. Letzteres Hormon zählt zu den Glückshormonen und hat psychische Verstimmungen in den Tagen vor den Tagen zu verantworten.

Weil zwischen Eisprung und Periode auch essentielle Fettsäuren und körpereigene Opioide Verschiebungen durchlaufen, sprechen Forscher im Kontext des prämenstruellen Syndroms nicht mehr von einer Einzelursache. Um die vielfältigen Beschwerden Betroffener zu lindern, gibt es keine Patentlösung. Welche Tipps die Tage vor den Tagen tragbarer machen, entscheiden die Symptome im Einzelfall.

Natürliche Notbremse: Diese Tipps helfen bei prämenstruellem Syndrom

Dank eingehender Forschung ermöglicht Ihnen die Wissenschaft in den Tagen vor den Tagen mittlerweile den Notausstieg aus der hormonellen Achterbahn. Anders als vor einem Jahrzehnt müssen Sie dazu keine Medikamente mehr schlucken. Hausmittel und natürliche Pflanzenpräparate lindern PMS-Beschwerden.

Mit diesen Hausmitteln sind PMS-Beschwerden gegessen

Dass Tees mit Ingwer und Melisse, heiße Bäder und Wärmflaschen PMS-Krämpfe beruhigen, wusste schon Großmutter. Studien gelangen jetzt zum Ergebnis, dass Ernährungsanpassungen im Kampf gegen PMS-Symptome noch wirkungsvoller sind. Essen Sie in den Tagen vor den Tagen Lebensmittel mit Vitamin D.

Neben Nüssen, Haferflocken und Fisch enthalten Eier und Blattgemüse hohe Konzentrationen. Das Vitamin erhöht Ihren Glückshormonspiegel und bekämpft dadurch erwiesenermaßen Verstimmungen. Weil Ihr Körper mithilfe von Sonnenlicht Vitamin D produziert, hilft auch Bewegung an der frischen Luft gegen emotionale Ausnahmesituationen in Folge des prämenstruellen Syndroms.

Achten Sie kurz vor der Periode außerdem auf die hinzureichende Versorgung mit Vitamin B6, das in Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten vorkommt und erwiesenermaßen Östrogenüberschuss abbaut. Bei Brustspannen, Kopf- und Rückenschmerzen empfehlen Experten Mönchspfeffer, der hormonellem Ungleichgewicht entgegenwirkt.

Auf Ihren Speiseplan setzen Sie in den Tagen vor den Tagen außerdem ballaststoffreiche Lebensmittel wie rohe Möhren, die die Darmtätigkeit anregen und dadurch Hormonüberschüsse abbauen. Bei prämenstruellen Heißhungerattacken in Folge von Serotoninmangel greifen Sie nicht zu Chips oder Süßem. Ihr Blutzuckerspiegel fällt ansonsten binnen kürzester Zeit wieder in den Keller.

Achten Sie tagsüber auf Ihre Kalzium-Versorgung, indem Sie auf Joghurt oder Grünkohl zurückgreifen. Studien zufolge senkt das die Wahrscheinlichkeit für Heißhunger um ein Viertel. Ähnliches gilt für hormonregulierendes Magnesium. Neben Heißhunger bekämpfen Sie mit magnesiumreichen Bananen und Nüssen prämenstruelle Kopf- und Brustschmerzen.

Wieso manche Frauen keine PMS-Symptome erleben

Aktuelle Studien beschäftigen sich mit der Frage, wieso einige Frauen trotz hormonellen Verschiebungen keine PMS-Beschwerden durchleiden. Für einen möglichen Grund halten Forscher die Minimierung sämtlicher Außenfaktoren, die das prämenstruelle Syndrom verschlimmern.

Neben Stress zählen hierzu Übergewicht, Bewegungsmangel und die Aufnahme künstlicher Östrogene. Letztere stecken nicht nur in der Antibabypille, sondern belasten die Umwelt in Form hormonell wirksamer Pestizide. Indem Sie bei Lebensmitteln auf das Bio-Siegel achten, verringern Sie die Belastung. Dass auch Stress PMS-Beschwerden verschlimmert, liegt an stresshormonellen Regelkreisen. Um Ihre Stressbelastung und dadurch die Intensität Ihrer PMS-Symptome zu reduzieren, eignen sich laut aktuellen Studienergebnissen Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation.

Auf ähnliche Weise hilft Ausdauersport beim Stressabbau. Wer Sport treibt, führt im Unterleib außerdem Gefäßerweiterungen mit entkrampfender Wirkung herbei. Dadurch bekämpfen Sie durch Sport in den Tagen vor der Periode Unterleibskrämpfe, die an überschießendem Prostaglan¬din liegen. Zusätzlich erhöht Sport Ihren Glückshormonspiegel und reduziert im Idealfall Übergewicht.

Gewichtsreduktion allein wirkt bei PMS Wunder. Überflüssige Fettpolster geben nachweislich Hormone ab, die das Hormonchaos kurz vor den Tagen verschlimmern. Stellen Sie zusätzlich zu den genannten Maßnehmen Ihre Ernährung um. Zucker und raffinierte Kohlenhydrate

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