Tipps für leichteres Einschlafen

Eine erholsame Nacht beginnt mit dem guten Einschlafen. Doch leider gibt es viele Faktoren, die eben dieses verhindern. Dabei ist ausreichender Schlaf essentiell für die Lebensqualität, optimale Leistungsfähigkeit und Gesundheit.

Was das Einschlafen erschwert

Häufig sind Stress im Job oder die Doppelbelastung durch Arbeit und Familie der Grund für Einschlafstörungen. Stehen Körper und Geist tagsüber pausenlos unter Strom, fällt es am Abend schwer, zur Ruhe zu kommen – zumal viele Menschen zu wenig Bewegung, die Stresshormone reduzieren könnte, in ihren Alltag integrieren. Zusätzlich sorgt immer mehr die intensive Nutzung von digitalen Medien wie Handy oder Internet für einen sogenannten „Reiz-Overkill“: Das Gehirn kann die Vielzahl neuer Informationen kaum mehr aufnehmen und arbeitet daher auch in den Abendstunden auf Hochtouren.

Als Folge ihrer Einschlafstörungen fühlen sich viele Menschen abgeschlagen und reizbar. Zudem beeinträchtigt ein dauerhaft zu geringes Schlafpensum das allgemeine Wohlbefinden sowie die körpereigenen Abwehrkräfte. Langfristig kann es zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems kommen.

Das Schlafzimmer als ruhiger Rückzugsort

Angesichts der vielen Umstände, die das Einschlafen erschweren, ist es umso wichtiger, für eine ideale Schlafumgebung zu sorgen und das Schlafzimmer zu einer echten Ruheoase zu machen. Für eine behagliche Atmosphäre sorgen sanfte Farben und eine dimmbare Beleuchtung. Um beim Zubettgehen nicht an unerledigte Arbeiten erinnert zu werden, sollten Sie im Schlafzimmer für Ordnung sorgen: Lassen Sie keine Kleidungsstücke achtlos herumliegen und räumen Sie das Bügelbrett aus Ihrem Sichtfeld. Missbrauchen Sie Ihr Schlafzimmer nicht als Abstellkammer und verzichten Sie unbedingt darauf, darin eine „Büro-Ecke“ einzurichten.

Damit weder das Licht der Straßenlaternen noch des Mondes den Schlaf stören, empfiehlt es sich, die Fenster mit einem Lichtschutz wie Jalousien oder Verdunklungsrollos auszustatten. Da auch Standby-Lampen irritierend wirken können, gehören keine Fernsehgeräte ins Schlafzimmer – insbesondere, weil diese wie alle Elektrogeräte Elektrosmog verbreiten. Die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Damit Ihnen nachts ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht, sollten Sie vor dem Zubettgehen gründlich lüften.

Noch mehr Tipps für leichteres Einschlafen

Eine wichtige Rolle für eine gute Nachtruhe spielt die Ausstattung des Betts: Wählen Sie eine Matratze, auf der Ihre Wirbelsäule möglichst waagerecht zu liegen kommt. Welcher Härtegrad sich für Sie empfiehlt, hängt zum einen von Ihrem Gewicht und zum anderen von Ihrem Gesundheitszustand ab. Bettbezug und Bettwäsche sollten atmungsaktiv sein: So vermeiden Sie unangenehmes nächtliches Schwitzen.

Da gutes Einschlafen bereits lange vor dem Zubettgehen beginnt, lassen Sie den Abend am besten ruhig ausklingen. Hören Sie Musik, lesen Sie ein gutes Buch oder unternehmen Sie einen beschaulichen Spaziergang. Die letzte Mahlzeit des Tages sollten Sie spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen zu sich nehmen und dabei möglichst auf allzu fette oder schwer verdauliche Speisen verzichten. Was einen Schlummertrunk anbelangt, kann ein kleines Glas Wein oder Bier durchaus für eine angenehme Bettschwere sorgen. Mehr Alkohol erweist sich eher als kontraproduktiv.

Viele Menschen schwören auf ein entspannendes Bad vor dem Einschlafen. Dafür legen Sie sich für etwa 15 Minuten bei etwa 37 Grad Wassertemperatur in die Wanne. Zeigt keiner dieser Tipps bei Ihnen Wirkung, könnten Sie es alternativ mit Entspannungsübungen wie der Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga oder Autogenem Training versuchen …

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