Freibadsaison ohne Fußpilz

Ein Freibadbesuch verspricht an heißen Sommertagen willkommene Abkühlung. Da allerdings jeder Zehnte Fußpilz mit sich herumträgt und die meisten Menschen im Freibad barfuß gehen, ist dort die Ansteckungsgefahr für Fußpilz besonders hoch. Für gesunde Menschen ist diese Pilzinfektion zwar nicht gefährlich, jedoch hält sie sich ohne entsprechende Gegenmaßnahmen in der Regel ziemlich hartnäckig und macht die Füße im Laufe der Zeit unansehnlich. Auch kann unbehandelter Fußpilz weitere Hautstellen befallen oder andere Menschen anstecken.

Fußpilz – kein Zeichen mangelnder Hygiene

Pilze lieben eine warme und feuchte Umgebung. Dort vermehren sie sich besonders gut. Daher können Sie sich im Freibad leicht mit Fußpilz anstecken. Eine Infektion erfolgt über befallene Hautschuppen – entweder über einen direkten Hautkontakt oder über Oberflächen. Mögliche Ansteckungsorte sind die Dusche oder der Beckenrand. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Füße frisch gewaschen oder schmutzig sind.

In die Haut gelangen die Pilze über kleine Verletzungen oder Risse. Besonders anfällig für eine Infektion mit „Tinea Pedis“ sind Senioren sowie Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr. Auch wer unter Diabetes, Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Durchblutungsstörungen leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Fußpilz. Zudem weisen manche Menschen eine familiäre Disposition auf. Auch bei Schweißfüßen haben die Pilzsporen leichteres Spiel.

Hilfe bei Fußpilz – aus der Apotheke und der Natur

Fußpilz nistet sich meist zuerst in den Zehenzwischenräumen ein, kann aber auch die Fußsohlen, Fersen und Seitenpartien befallen. Hinweise auf eine Infektion sind juckende und gerötete Haut, feine Risse und Hautstellen, die sich schuppen. Bei manchen Betroffenen treten Bläschen und ein brennendes Gefühl auf oder die Haut verfärbt sich weißlich, wird dicker und wirkt aufgequollen.

Damit sich der Fußpilz nicht ausbreitet und beispielsweise zu Nagelpilz führt, muss er schnellstmöglich behandelt werden. In der Apotheke sind dafür sogenannte „Antimyotika” erhältlich. Diese rezeptfreien Antipilzmittel, die das Pilzwachstum hemmen oder den Pilz sogar abtöten, gibt als Gel, Creme und Spray zu kaufen.

Alternativ greifen Sie zu bewährten Hausmitteln. Ätherische Öle wie Lavendel- oder Teebaumöl wirken fungizid und desinfizierend. Um die ohnehin schon strapazierte Haut an den betroffenen Stellen zu schonen, sollten diese wirkstoffreichen Öle nur sparsam und sehr lokal angewendet werden. Idealerweise mischen Sie die ätherischen Öle mit einem hochwertigen Trägeröl. Oliven- oder Mandelöl verhindert ein Austrocknen der Haut. Auch mit regelmäßigen Waschungen mit Apfelessig lässt sich Fußpilz kraftvoll bekämpfen.

Fußpilz vorbeugen

Da Pilsporen monatelang auf Fliesen oder Badematten überleben können, lautet die wichtigste Empfehlung: Badeschuhe statt barfuß. Achten Sie zudem darauf, Ihre Füße nach dem Schwimmen oder Duschen immer gut abzutrocknen. Besonders zuverlässig gegen Restfeuchtigkeit ist der Föhn.

Füße ohne Hornhaut sehen nicht nur schön und gepflegt aus, sondern verringern auch das Risiko einer Ansteckung mit Fußpilz: Stark verhornte Haut kann leicht einreißen und damit den Pilzsporen den Weg freimachen. Die Handtücher sollten Sie nach dem Besuch im Freibad bei mindestens 60 Grad waschen. So werden eventuell darin enthaltene Erreger zuverlässig abgetötet. Ebenso sollten Sie Ihre Badeschuhe immer wieder desinfizieren.

Der beste Schutz gegen eine Pilzinfektion sind gesunde Füße. Laufen Sie regelmäßig barfuß, steigern Sie die Durchblutung und Ihre Füße können an der frischen Luft gut trocknen. Auch Schuhe aus atmungsaktiven Materialien sowie Baumwollsocken verbessern das Fußklima.

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