Wie so oft macht auch bei dem Hefepilz Candida albica die Dosis das Gift: Eigentlich ein harmloser Mikrobenstamm, der in jeder gesunden Darmflora zu finden ist, verursacht er bei übermäßiger Vermehrung ernstzunehmende gesundheitliche Probleme.

Ursachen und Symptome von Darmpilz

Da eine Darmpilzerkrankung mit einem diffusen Beschwerdebild einhergeht, wird sie oft erst sehr spät erkannt. Mögliche Hinweise sind Blähungen, wiederkehrende Durchfälle und Sodbrennen. Zusätzlich leiden viele Betroffene unter starker Müdigkeit, Kopfschmerzen und einer erhöhten Infektanfälligkeit. Ein lange Zeit unbehandelter Darmpilz kann zudem Nierenschäden nach sich ziehen und durch seine Abfallprodukte die Darmwand perforieren. Dadurch gelangen toxische Stoffe ungehindert in den Blutkreislauf, wo sie unter Umständen Allergien und Asthma auslösen.

Ebenso vielfältig wie die Symptome präsentieren sich die Ursachen für eine Darmpilzerkrankung: Häufig ist sie die Folge eines beeinträchtigten Immunsystems, zum Beispiel nach schwerer Krankheit. Auch Stress und ungesunde Ernährung begünstigen das Wachstum von Candida albica. Immer wieder tritt er zudem nach der Einnahme von Antibiotika auf: Da diese Medikamente nicht in der Lage sind, zwischen „guten” und krankmachenden Bakterienstämmen zu unterscheiden, bringen sie die gesamte fragile Darmflora aus der Balance.

Darmpilz einfach erkennen

Haben Sie den Verdacht, unter Darmpilz zu leiden, erhalten Sie mit einem ganz einfachen Test Gewissheit: Spucken Sie morgens nach dem Aufwachen in ein Glas zimmerwarmes Leitungswasser. Sollte tatsächlich eine übermäßige Belastung mit Candida albica vorliegen, wird Ihre Spucke rasch Fäden bilden und innerhalb von 60 Minuten auf den Boden des Glases absinken.

Dieses einfache Experiment kann für Sie der Beginn des Weges in ein beschwerdefreies Leben sein: Selbst ein chronischer Darmpilzbefall lässt sich glücklicherweise durch die Kombination einer Ernährungsumstellung mit der Einnahme von geeigneten Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln gut in den Griff bekommen. Allerdings müssen Betroffene etwas Geduld aufbringen: Je länger der Candida albica Zeit hatte, sich im Darm einzunisten, desto länger dauert die Genesungsphase.

Diese kann zu Beginn vom sogenannten „Die-Off-Effekt” überschattet sein: Wird dem Hefepilz der Nährboden entzogen, stirbt er und setzt dabei giftige Stoffe frei, die beispielsweise Kopfschmerzen oder ein unangenehmes Gefühl von Benommenheit auslösen können.

Die Anti-Pilz-Diät für langfristigen Erfolg

Im Kampf gegen den Darmpilz leisten antifungale Nahrungsergänzungsmittel wie Kokosöl oder Grapefruitextrakt wertvolle Dienste. Auch Knoblauchextrakt und Oregano-Öl behindern das Wachstum. Vom Arzt können Sie sich ein Antimyotikum verschreiben lassen, beispielsweise mit dem bewährten Wirkstoff Nystatin: Dieser schädigt die Zellwände des Candida albica und stoppt so seine Vermehrung.

Damit sich der Darmpilz langfristig und möglichst auf Nimmerwiedersehen verabschiedet, sollten Sie zusätzlich eine mindestens vierwöchige Anti-Pilz-Diät halten. Dabei lautet die wichtigste Regel: Vermeiden Sie jeglichen Zucker! Dieser stellt nämlich die Lebensgrundlage des Darmpilzes dar. Tabu sind neben Schokolade und Co. auch süßes Obst und Honig. Da der Darm sämtliche Kohlenhydrate zu Zucker verstoffwechselt, stehen außerdem alle Weißmehlprodukte auf der Liste der verbotenen Lebensmittel.

Ebenfalls verzichten sollten Sie auf Wurst, reifen Käse, Kaffee und Alkohol. Stattdessen stellen Sie sich einen abwechslungsreichen Speiseplan mit Rind- und Geflügelfleisch, mildem Käse, Eiern sowie Vollkornerzeugnissen zusammen. Auch Reis und Kartoffeln sowie rohes und gekochtes Gemüse sind in allen Variationen erlaubt. Als weitere Vitaminlieferanten bieten sich saures Obst wie Äpfel oder Johannisbeeren an. Kräuter und Gewürze sorgen für den vollen Geschmack. Ihren Durst löschen Sie am besten mit stillem Wasser oder Kräutertee.

So umständlich es anfangs erscheint, strikte Diät zu halten – als Belohnung winken eine deutlich gesteigerte Lebensqualität und das lange vermisste Gefühl körperlichen Wohlbefindens.

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