Bildschirmarbeit – Stress für die Augen

Vier Fünftel aller Menschen, die täglich drei oder mehr Stunden am Bildschirm arbeiten, klagen über müde und gereizte Augen. Häufig sind die Augen am Ende des Bürotages gerötet und unangenehm trocken. Mit diesen Beschwerden gehen nicht selten Kopfschmerzen sowie doppeltes oder verschwommenes Sehen einher. Besonders empfindliche Personen leiden nach einigen Stunden vor dem Monitor sogar unter Übelkeit und Schwindel.

Bildschirmarbeit – für die Augen extrem anstrengend

Längere Arbeit am Monitor beansprucht die Augenmuskulatur so stark, dass es – wie beim Bewegungsapparat – zu Verspannungen und Verkrampfungen kommen kann. Besonders anstrengend ist es für die Augen, sich permanent auf den nahen Bereich zwischen Tastatur und Bildschirm fokussieren zu müssen. Diese unnatürliche Einstellung kann unter Umständen zu einem Verlust der Flexibilität und damit zu Kurzsichtigkeit führen. Zudem verfügen die Zeichen auf dem Monitor – anders als Buchstaben in Printprodukten – nicht über klare Konturen. Während sie im Zentrum sehr dicht gefüllt sind, fransen sie zu den Rändern hin zunehmend aus. Diese Unschärfe erschwert das Fokussieren enorm.

So werden die Augen entlastet: Tipps für den Büro-Alltag

Sind die Augen stets gut befeuchtet, ermüden sie deutlich langsamer. Daher sollten Sie darauf achten, auch während sehr konzentrierter Arbeitsphasen regelmäßig zu blinzeln. Ebenso empfiehlt es sich, ausreichend zu trinken: Mindestens 1,5 bis zwei Liter Wasser, Saftschorle oder Tee sollten es pro Tag sein. Besonders wertvoll für die Augengesundheit ist Karottensaft, der viel Vitamin A enthält und die Bildung der Tränenflüssigkeit fördert. Leiden Sie bereits unter einer Sehschwäche, greifen Sie besser zu einer Brille als zu Kontaktlinsen: So viele Vorteile diese im Arbeitsalltag auch besitzen, behindern sie leider die Sauerstoffzufuhr im Auge und entziehen ihm damit Wasser.

Möchten Sie Ihren Augen das anstrengende Fokussieren erleichtern, achten Sie auf einen ergonomischen Arbeitsplatz: Der Bildschirm sollte mindestens eine Armlänge von Ihnen entfernt sein und dessen Oberkante sich möglichst knapp unter Ihrer Augenhöhe befinden. Idealerweise neigt sich der Monitor etwa fünf Grad von Ihrem Körper weg. Durch diese optimale Platzierung entlasten Sie nicht nur Ihre Augen, sondern auch den Schulter- und Nackenbereich. Müssen Sie die Augen zusammenkneifen, um den Text oder graphische Darstellungen auf Ihrem Bildschirm erkennen zu können, ist es an der Zeit, die Schriftgröße zu ändern. Für noch entspannteres Arbeiten vermeiden Sie störende Spiegelungen auf Ihrem Monitor.

Den Augen etwas Gutes tun

Ein probates Mittel, um müden und gereizten Augen vorzubeugen, sind regelmäßige Entspannungspausen. Schließen Sie beim Denken und Entwickeln neuer Ideen die Augen, verbessert sich zudem die Konzentrationsfähigkeit. Alternativ lassen Sie den Blick zwischendurch in die Ferne schweifen. Ein echtes Wellness-Erlebnis für die Augen sind warme Kompressen: Tränken Sie dafür Wattepads mit 39 bis 45 Grad warmem Wasser und legen Sie diese für fünf bis zehn Minuten auf die geschlossenen Lider.

Aktive Erholung bietet „Augen-Gymnastik“: Dafür zeichnen Sie mit passenden Augenbewegungen eine gedachte Acht nach oder rollen die Augen mehrmals von oben nach unten sowie von links nach rechts. Oder gönnen Sie sich eine erholsame Massage, bei der Sie die Mittelfinger auf die Stirn legen und dann mit kreisenden Bewegungen über die Schläfen bis hin zu Ohren wandern. Nach Feierabend freuen sich bildschirmgestresste Augen, wenn sie frei umherschweifen dürfen – und nicht wieder gezwungen werden, auf ein Tablet oder Smartphone zu starren.

Zurück